Identitäten - Metaphysische Präsenz
Dieser Zyklus markiert die tiefste Zäsur in meinem Schaffen.
Während meine Ölstudien international Anerkennung finden, reserviere ich für diesen Bereich die Arbeiten, die im existenziellen Zwischenraum des Jahres 2022 entstanden sind.
Als Mutter von drei Söhnen traf mich der Kriegsausbruch 2022 nicht nur als Künstlerin, sondern als instinktives Zentrum meiner Familie.
Die Werke hier (wie Die Mutter oder Echo des Unbewussten) sind Manifestationen dieser Erschütterung.
Die Identität wird hier dekonstruiert: Das mütterliche Ich im Angesicht der Bedrohung, die Sorge um die Zukunft der Söhne und die Suche nach einer metaphysischen Beständigkeit in einer zerbrechenden Welt.
Hier verschmelzen Technologie (Digital Monotypes) und rohe Emotion zu einem Mahnmal der Human Condition.

Harvest
Die Reife des Seins – Eine Bilanz der Identität. Ernte als psychologischer Prozess.
In „Harvest“ übersetzt Carola E. Thiele den archaischen Begriff der Ernte in die Sprache der inneren Landschaften. Das Werk, ausgeführt in klassischer Öltechnik auf Leinwand, thematisiert den Abschluss eines Individuationszyklus. Es geht um das Sammeln von Fragmenten der eigenen Identität – das, was nach den Stürmen der Erfahrung bleibt und zu einer neuen, metaphysischen Präsenz heranreift.
Die bewusste Entscheidung für die Ölmalerei erlaubt eine plastische Tiefe, in der Licht und Schatten nicht nur Kontraste bilden, sondern die Substanz des Erreichten definieren. Innerhalb des Zyklus Identitäten fungiert „Harvest“ als der Moment der Innegehaltenen Fülle: Ein Blick in das Antlitz, das seine eigene Geschichte geerntet hat und nun in einer sakralen Stille dem Betrachter gegenübertritt. Ein signiertes Unikat von hoher wertmäßiger Beständigkeit (Akoun-zertifiziert).

Forest Woman
Prämiertes Meisterwerk der digitalen Metamorphose.
„Forestwoman“ markiert einen internationalen Höhepunkt im Schaffen von Carola E. Thiele. Ausgezeichnet beim EWAAC Japan 2019, ergründet dieses Werk die untrennbare Verbindung zwischen der Human Condition und der archaischen Kraft der Natur. Das Antlitz verschmilzt in einer hochkomplexen digitalen Schichtung mit floralen und wurzelartigen Strukturen – eine Visualisierung des Individuationsprozesses nach C.G. Jung auf einer transzendenten Ebene.
Das Werk entstand im „Zwischenraum“ von modernster Technologie und klassischer ästhetischer Sensibilität. Es besticht durch eine feingliedrige, fast skulpturale Zeichnung der organischen Elemente, die erst hinter Plexiglas auf Alu-Dibond ihre volle chromatische Tiefe entfalten. Als Teil einer streng limitierten Fine Art Edition (Exemplar 2/26) repräsentiert es ein zertifiziertes Kunstinvestment von internationalem Rang.

Die Mutter
Dieses monumentale Werk markiert einen Wendepunkt im Schaffen von Carola E. Thiele. Entstanden unter dem unmittelbaren Eindruck des Kriegsausbruchs im Februar 2022, ist es weit mehr als ein Porträt – es ist die visuelle Manifestation eines mütterlichen Ur-Instinkts.
Als Mutter von drei Söhnen kanalisiert Thiele in diesem Ölgemälde die existenzielle Erschütterung einer ganzen Generation. Das Antlitz der Mutter ist nicht mehr als geschlossene Einheit fassbar; es bricht förmlich aus bühnenartigen, architektonischen Trümmern hervor. Diese Fragmentierung symbolisiert den Bruch der Realität: Die schützende Hülle des familiären „Zwischenraums“ wird durch die äußere Bedrohung des Krieges aufgerissen.
Die Farbpalette aus tiefem Violett, alarmierendem Rot und aufbrechendem Gelb erzeugt eine sakrale und zugleich hochexpressive Atmosphäre. Während das Violett für die metaphysische Tiefe und die stille Sorge steht, visualisiert das Gelb den Schrei, der durch die Seele geht. Es ist die Darstellung der Human Condition im Ausnahmezustand – eine Identität, die zwischen der Liebe zu ihren Kindern und der Ohnmacht gegenüber der Weltgeschichte steht.