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Jenseits der Wahrnehmung. Frauen im Zwischenraum

In der Serie „Frauen im Zwischenraum“ verdichtet Carola E. Thiele den Fokus auf die Identität und die innere Resonanz des Individuums. Während ihre Arbeiten über den männlichen Archetypus oft den Dialog mit der äußeren Welt suchen, verweilen diese Frauenfiguren in einem tiefen Einvernehmen mit der Zeit und dem Raum selbst. Thiele untersucht hier nicht das klassische Porträt, sondern widmet sich der Visualisierung eines Zustands: dem In-sich-Ruhen in einer Welt, die eine ständige, oft fragmentierte Präsenz fordert.

Philosophie und Form: Der „Zwischenraum“ rückt in diesen Werken näher an die psychologische Essenz der Protagonistinnen heran. Es ist ein Blick auf das Werden und Vergehen sowie auf die bedeutungsvolle Stille zwischen den verschiedenen sozialen Rollen, die Frauen einnehmen. In Thieles künstlerischer Forschung wird die Leinwand zum liminalen Feld, auf dem die Entschleierung des wahren Selbst stattfindet. Die Figuren erscheinen befreit von der Last der äußeren Erwartungen, positioniert in einem Moment der existenziellen Pause.

Materialität und Wertigkeit: Durch eine vielschichtige, haptische Pigmentschichtung macht die Künstlerin diesen flüchtigen Zustand des Innehaltens physisch greifbar. Die Farbdramaturgie unterstützt die Atmosphäre der zeitlosen Reflexion und verleiht den Werken eine museale Tiefe. Gestützt durch ihre Akoun-Zertifizierung bietet dieser Zyklus eine wertstabile Basis für anspruchsvolle Sammlungen, die Kunst als Medium für die tiefenpsychologische Auseinandersetzung mit der Human Condition schätzen.

Großformatiges Ölgemälde „Zu Besuch in der Fremde“ von Carola E. Thiele aus dem Zyklus „Frauen im Zwischenraum“. 
In einer surrealen Felslandschaft unter weitem Wolkenhimmel agieren drei Frauenfiguren in verschiedenen Positionen. Im Hintergrund dominieren riesige, steinerne Gesichter und Masken. 
Die haptische Ölmalerei zeichnet sich durch warme Ockertöne, kräftiges Blau und eine vielschichtige Pigmentschichtung aus.

Zu Besuch in der Fremde

Die Entschleierung der weiblichen Identität im liminalen Raum.

In dem Werk „Zu Besuch in der Fremde“ visualisiert Thiele eine vielschichtige Begegnung mit dem eigenen Unbewussten.
Die Komposition führt den Betrachter durch eine Bühne der Selbsterkenntnis: Von der Figur am linken Bildrand, die sich aus dem Schatten eines Vorhangs löst, über die suchende, kauernde Gestalt im Zentrum bis hin zur Konfrontation mit den monumentalen, maskenhaften Häuptern im Hintergrund. Diese Masken symbolisieren die kollektiven Erwartungen und fragmentierten Teile der eigenen Persona, die in der Stille der „Fremde“ neu geordnet werden.

Thieles künstlerische Signatur zeigt sich in einer meisterhaften Farbdramaturgie und einer haptischen Pigmentschichtung, die das Psychologische im Räumlichen physisch greifbar macht. Der architektonische Linienzug der Felsformationen schafft eine metaphysische Spannung zwischen Stabilität und surrealem Aufbruch.
Gestützt durch eine Akoun-Zertifizierung bietet dieses Hauptwerk eine wertstabile Basis für anspruchsvolle Sammlungen, die Kunst als Medium der existenziellen Reflexion und der weiblichen Selbstwerdung begreifen.

Ein monochromes Ölgemälde in Graustufen, das eine Gruppe von vier Männern zeigt, die um einen Tisch oder ein Pult versammelt sind. Die Gesichter sind bis auf eines glatt und ohne individuelle Züge dargestellt.

Selbstportrait

In dieser Gesamtsicht des Werkes „Selbstportrait“ aus dem Zyklus „Jenseits der Wahrnehmung“ thematisiert Carola E. Thiele die Auflösung der individuellen Identität innerhalb einer Gruppe.

Das Werk, das zum übergeordneten Zyklus „Frauen im Zwischenraum“ gehört, nutzt eine radikale Grisaille-Ästhetik, um die Ablösung von der sozialen Persona zu visualisieren.
Während eine Figur am linken Rand noch individuelle Züge trägt, verschmelzen die anderen in eine anonyme Gleichförmigkeit.
Thieles haptische Pigmentschichtung verleiht der Szene eine metaphysische Schwere und macht das „Dazwischen“ der Wahrnehmung physisch greifbar.

Ölgemälde eines jungen Mädchens in einem weißen Kleid, das in einem surrealen, ockerfarbenen Raum steht. Ein weißer Luftballon schwebt an der Decke, an der Wand hängen ein Kalender und Zeichnungen. Rechts steht ein Tablet in einer Nische. Haptische Pigmentschichtung.

Der Kindergeburtstag 2021

In dieser Gesamtsicht visualisiert Carola E. Thiele einen liminalen Moment kindlicher Existenz innerhalb ihres Zyklus „Frauen in der Zwischenwelt“.
Das Werk thematisiert die frühe Formung der Persona in einem Raum, der zwischen häuslicher Geborgenheit und surrealer Isolation oszilliert.
Die ockerfarbene Farbdramaturgie und die architektonische Strenge des Zimmers schaffen eine metaphysische Spannung, in der die Unschuld des Festes auf die Ernsthaftigkeit der menschlichen Entwicklung trifft.

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